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Sanitas-Verband ab morgen in Generalstreik

veröffentlicht: Montag, 27. Juli 2026, 21.00 Uhr
Sanitas-Verband ab morgen in Generalstreik FotoPlakat Sanitas-Verband
Sanitas-Verband ab morgen in Generalstreik FotoPlakat Sanitas-Verband

Die dem Verband Sanitas angehörenden Gewerkschaftsmitglieder im Gesundheitswesen treten ab morgen in einen unbefristeten Generalstreik.

Laut Gesetz wird während der Dauer des Streiks ein Drittel des normalen Betriebs jeder medizinischen Einrichtung gewährleistet.

Insgesamt sind 400 öffentliche Krankenhäuser im Land betroffen – die Beschäftigten werden vorrangig Notfälle und kritische medizinische Fälle versorgen, sodass das Leben der Patienten nicht gefährdet wird. Dagegen werden diejenigen, bei denen Routineuntersuchungen, nicht dringende Untersuchungen oder chirurgische Eingriffe, die keine akuten Notfälle darstellen, geplant waren, kontaktiert, um neue Termine zu vereinbaren.

Die Demonstranten sind unzufrieden mit der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen, die durch Personalmangel beeinträchtigt sind – eine Situation, die nun durch die Initiative zum neuen Gesetz über die Besoldung von Beschäftigten im öffentlichen Dienst noch verschärft wird, das sie vehement ablehnen. Im Übrigen hat sich der Verband Sanitas geweigert, weiterhin an den Konsultationen im Arbeitsministerium zu diesem Thema teilzunehmen, nachdem er vor Gericht eine Entscheidung zur Aussetzung des Verfahrens für den kürzlich veröffentlichten Gesetzentwurf erwirkt hatte. Die Gewerkschafter fordern das Parlament zudem auf, den öffentlichen Krankenhäusern zu gestatten, Einstellungen vorzunehmen, ohne dass hierfür eine vorherige Genehmigung durch ein Regierungsmemorandum erforderlich ist, und sind der Ansicht, dass der derzeitige bürokratische Mechanismus den Personalmangel im System verschärft.

Der Verband Sanitas warnt davor, dass der Personalmangel zu einer Überlastung der Beschäftigten und zu Schwierigkeiten bei der Besetzung der Bereitschaftsdienste führt sowie die medizinische Versorgung beeinträchtigt, und fordert, dass die Gesetzesänderung noch in der heutigen Sondersitzung des Parlaments verabschiedet werden soll.

Kürzlich musste das Kinderkrankenhaus „Marie Curie“ in Bukarest aufgrund von Personalmangel auf 5 Intensivbetten für Neugeborene verzichten. Die Übergangsregierung hat am vergangenen Donnerstag die Einstellungssperre aufgehoben und die Besetzung von 22 Stellen für dieses Krankenhaus genehmigt.

Quelle: RRA/RRTgM (ro)

Imola Munteanu