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Rückblick der Woche 9. – 14. Februar 2026

veröffentlicht: Samstag, 14. Februar 2026, 21.00 Uhr
Foto Sármási-Bocskai János
Foto Sármási-Bocskai János

Der Alarmzustand in Praid, Verwaltungskreis Harghita wurde aufgrund der Überschwemmung des Salzbergwerks im Mai letzten Jahres um weitere 30 Tage verlängert. Laut dem Komitee für Notfälle in Harghita bleibt der Zugang der Bevölkerung zum betroffenen Gebiet und ins Salzbergwerk weiterhin verboten, und alle Maßnahmen zur Sicherung des Bergbaugebiets bleiben bis zum 12. März in Kraft. Aufgrund der Schneeschmelze in den Bergregionen werden die Wasserstände der Flüsse Corund und Târnava Micã am Eingang zum Salz-Canyon und stromabwärts von der Gemeinde Corund überwacht, da ein Anstieg der Wasserstände erwartet wird.

Die Europäische Union sollte einen gemeinsamen Kreditmechanismus einführen, beispielsweise durch Eurobonds, da dies dazu beitragen würde, die Vorherrschaft des US-Dollars in Frage zu stellen, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron in Interviews, die am Dienstag veröffentlicht wurden. "Die EU ist im Vergleich zu den Vereinigten Staaten und China unzureichend verschuldet. Im Kontext eines Wettlaufs um technologische Investitionen ist es ein großer Fehler, diese Kreditkapazität nicht zu nutzen", sagte Macron gegenüber mehreren Publikationen, darunter Le Monde.

Kulturminister Demeter András hat beschlossen, das Pilotprojekt zur Aufzeichnung der Arbeitszeit in Theater- und Konzerteinrichtungen zu überarbeiten. Laut einem Beitrag in den sozialen Netzwerken begründet der Minister diese Entscheidung mit den Gesprächen, die er am Dienstag mit den protestierenden Schauspielern vor dem Nationaltheater in Bukarest geführt hat, sowie mit den Reaktionen im ganzen Land. Demeter András betonte, dass das Projekt, das die Proteste ausgelöst hatte, auf der Grundlage von Vorschlägen von Fachleuten aus diesem Bereich erstellt worden sei, dass er jedoch gemeinsam mit den Beteiligten die optimale Variante finden und beschließen wolle. Am Dienstag versammelten sich Schauspieler in Bukarest und mehreren anderen Städten des Landes vor den Theatern, um gegen die Umsetzung des Pilotprogramms des Kulturministeriums zur Festlegung der Arbeitszeit zu protestieren. Sie sagen, es sei nicht normal, dass eine kreative Tätigkeit auf die gleiche Weise wie die Arbeit in einer Fabrik gemessen werde.

Die Bürgermeister der Gemeinden haben wiederholt die Reformmaßnahmen der lokalen öffentlichen Verwaltung kritisiert und unter anderem erklärt, dass die lokale Entwicklung nicht mit begrenzten Mitteln erfolgen könne, und gleichzeitig die politischen Führer aufgefordert, sich in ihren Entscheidungen einig und ausgewogen zu zeigen. Die Unzufriedenheit der Bürgermeister wurde von Kritik seitens des PSD-Vorsitzenden Sorin Grindeanu begleitet, der erklärte, dass den lokalen Amtsträgern mehr Respekt und Unterstützung entgegengebracht werden müsse. Er vertrat die Ansicht, dass alle Gelder aus lokalen Steuern und Abgaben in den Gemeinden verbleiben sollten, um für Investitionen verwendet zu werden.

Die Organisation "Salvați Copiii România" (Rettet die Kinder Rumänien) weist darauf hin, dass die Ergebnisse der jüngsten soziologischen Studie, die Ende letzten Jahres durchgeführt wurde, ein alarmierendes Bild der Gefährdung junger Menschen im virtuellen Umfeld zeichnen. Fast 80 % der Kinder surfen ohne jegliche Zugangsbeschränkungen im Internet, und die mangelnde elterliche Kontrolle wird mit zunehmendem Alter immer ausgeprägter, warnen die Vertreter der Organisation. Die hohe Internetnutzung ist weit verbreitet: Über 70 % der Kinder verbringen täglich mindestens drei Stunden online, soziale Netzwerke werden fast ausnahmslos genutzt, auch von Kindern im Alter von 12 bis 14 Jahren, und über ein Drittel hat öffentliche Profile, die für jedermann zugänglich sind. 60 % der Kinder, die an der Umfrage teilgenommen haben, waren Zeugen von Cybermobbing, und noch mehr haben unangemessene oder beängstigende Inhalte gesehen. Das vielleicht schlimmste Alarmsignal ist jedoch, wie die Experten der Organisation betonen, das Schweigen. Angesichts der Gefahren entscheiden sich die meisten Kinder dafür, die Situation zu ignorieren, während nur 5 % den Mut finden, einen Erwachsenen um Hilfe zu bitten. Die Organisation "Salvați Copiii România" (Rettet die Kinder Rumänien) empfiehlt dringende legislative und administrative Maßnahmen für ein vollständiges und ausnahmsloses Verbot des Zugangs zu sozialen Netzwerken für Kinder unter 13 Jahren und einen bedingten Zugang für Kinder zwischen 13 und 15 Jahren, nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Eltern. Gleichzeitig fordert die NGO echte Sanktionen für Plattformen, die die Erstellung von Konten durch Minderjährige ohne Überprüfung ermöglichen, sowie die obligatorische Aufnahme von digitaler Bildung und Online-Sicherheit in den Lehrplan.

Auf Initiative des Ungarnverbandes UDMR wird die Einholung einer zweiten ärztlichen Meinung kostenlos und der Behandlungsweg vereinfacht. Das Parlament hat den Gesetzentwurf des Ungarnverbandes UDMR angenommen. Demnach haben Patienten das Recht, dass ihr behandelnder Arzt ihnen nicht nur eine Empfehlung ausspricht, sondern sie auch gezielt zur notwendigen fachärztlichen Untersuchung oder Diagnose überweist und einen Termin dafür vereinbart. Die Änderung führt ein System der geziehlten Patientenversorgung ein und garantiert allen Versicherten das Recht auf eine zweite ärztliche Meinung, die von der Krankenversicherung übernommen wird. Ziel der Initiative ist es, dass Patienten schneller und vorhersehbarer versorgt werden, die Wartezeiten verkürzt werden und die Patientensicherheit erhöht wird. Laut Vass Levente, dem Verfasser des Entwurfs, vereinfacht die Änderung die Versorgung und sorgt für eine bessere Abstimmung der medizinischen Entscheidungen. Das Gesetz tritt nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

Im Januar 2026 wurden 33.598 Passagiere vom und zum internationalen Flughafen Kronstadt-Weidenbach befördert. Damit wurde ein neuer Rekord in der Geschichte des jüngsten Flughafens Rumäniens aufgestellt, nämlich ein Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem ersten Monat des Jahres 2025, schreibt die ADZ. Der Kronstädter Flughafen wurde im Juni 2023 in Betrieb genommen und war der erste neu eröffnete Flughafen des Landes seit 50 Jahren. Zurzeit kann man von Kronstadt aus nach Deutschland, Italien, Großbritannien und Ungarn fliegen, ab Ende März auch nach Polen.

Quelle: rador

Gabi Mezei