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Rückblick der Woche 7. - 12. September 2026
Neuwahlen sind der Ausweg aus der aktuellen politischen Blockade- das erklärte der Vorsitzende der USR, Dominic Fritz, am Mittwoch, nachdem Rumänien bereits seit vier Monaten keine voll handlungsfähige Regierung mehr hat. In einem Interview mit dem Sender RFI stellte er erneut klar, dass seine Partei keine Regierung unterstützen wird, an der die PSD beteiligt ist. Auch von einem unabhängigen Premierminister hält Fritz wenig: Ein solcher Regierungschef wäre in der Realität von den Stimmen im Parlament und somit direkt von den Sozialdemokraten abhängig. Auch die Partei AUR sieht in Neuwahlen die einzige Lösung, um die aktuelle politische Blockade zu durchbrechen. Die Parteien im Parlament konnten bislang keine Mehrheit bilden, um eine neue Regierung zu wählen, und machen sich stattdessen gegenseitig für den Ausbruch und die Länge der politischen Krise verantwortlich. In dieser Situation ließ Staatspräsident Nicuºor Danoffen, wann er einen neuen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten nominieren wird. Bei seinem letzten öffentlichen Statement zu diesem Thema stellte er klar, dass er weder den von der PSD vorgeschlagenen Sorin Grindeanu noch den von PNL, USR und UDMR unterstützten Siegfried Mureºan ernennen wird. Grund dafür ist, dass offensichtlich keiner der beiden Kandidaten eine parlamentarische Mehrheit hinter sich bringen kann.
Nach einem verfassungsrechtlichen Urteil wurden die Führungspositionen im rumänischen Staatsfernsehen und Rundfunk vorübergehend neu besetzt. Die Parlamentsvorstände ernannten Sorina Matei (nominiert von der AUR) zur Interimschefin des öffentlich-rechtlichen Fernsehens SRTV und Rãzvan Dincã (nominiert von der PSD) zum kommissarischen Leiter des Radiosenders SRR. Die Neubesetzung wurde nötig, weil das Verfassungsgericht einer Beschwerde der AUR stattgab und das bisherige Ernennungsverfahren der Fraktionen blockierte. Die bisherige Intendantin Adriana Sãftoiu verlor dadurch ihre Führungsposition, obwohl ihr Mandat im TVR-Verwaltungsrat - da von der Regierung und nicht vom Parlament erteilt - rechtmäßig blieb.
Zwölf Tage nach seinem Tod hat Norwegen Abschied von König Harald V. genommen. Bei einer feierlichen Beisetzung in der königlichen Grabkapelle der Osloer Festung Akershus ging am Mittwoch seine mehr als 30-jährige Regentschaft endgültig zu Ende. Der im Alter von 89 Jahren am 28. August verstorbene Monarch galt wegen seiner nahbaren und humorvollen Art als überaus beliebt. Neben zehntausenden trauernden Norwegern nahmen auch zahlreiche weltweite Staatsgäste an der Zeremonie teil, darunter Rumäniens kommissarische Außenministerin Oana Țoiu (USR). Die Nachfolge ist bereits geregelt: Sein 53-jähriger Sohn hat als König Haakon VIII. automatisch die Krone übernommen.
Die Europäische Zentralbank hat die Zinssätze um 0,25 % angehoben. Durch diese zweite Anhebung in diesem Jahr liegt der Zinssatz in der Eurozone nun bei 2,5 %. Die Bank erklärte, die Anhebung sei notwendig gewesen, um dem durch die gestiegenen Energiepreise verursachten Inflationsdruck entgegenzuwirken. Durch diese Anhebung liegt der Leitzins für die 21 Staaten der Eurozone nun bei 2,5 %. Die jüngsten Eskalationen im Nahostkonflikt haben dazu geführt, dass der Ölpreis die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritten hat. Trotz der ungewissen wirtschaftlichen Aussichten werden die Wachstumsprognosen nach oben korrigiert, doch vorerst müssen Unternehmen und Verbraucher in Europa mehr für Kredite bezahlen.
Die Sanierung des Tineretului-Stadions in Kronstadt/Brașov schreitet planmäßig voran. Am Montag, dem 31. August, wurde die vertragliche Vereinbarung über die Planungs- und Bauleistungen offiziell unterzeichnet. Das Projekt sieht eine Bauzeit von 24 Monaten für den Neubau einer modernen Arena mit einer Kapazität von etwa 10.000 Zuschauern vor. Aufgrund gravierender Substanzschäden wird die 1937 errichtete Bestandsanlage vollständig rückgebaut. Der Nachfolgebau wird über vier Haupttribünen auf zwei Ebenen verfügen. Die Finanzierung ist durch eine maßgebliche Förderung des rumänischen Staates über das Nationale Investitionsunternehmen vollumfänglich gesichert.
Quelle: rador, ADZ
Foto Sármási-Bocskai János