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Rückblick der Woche 31. August – 5. September 2026
Das Buch „Freiheit. Erinnerungen 1954–2021“, die Memoiren von Angela Merkel, wurde am 1. September im Rumänischen Athenäum im Gespräch mit dem Journalisten und Diplomaten Emil Hurezeanu vorgestellt. Das Buch wurde vor zwei Jahren in über 30 Ländern veröffentlicht, doch Bukarest und andere Hauptstädte wie Washington, Budapest oder Athen gehören zu den wenigen Ländern weltweit, die Angela Merkel ausgewählt hat, um persönlich bei der Buchvorstellung anwesend zu sein. Zuvor war die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin im Cotroceni-Palast von Präsident Nicușor Dan empfangen worden.
Ab dem 1. September steht landesweit die digitale Plattform „e-Sãnãtatea Mea“ zur Verfügung, über die Patienten ihre medizinischen Untersuchungen leichter nachverfolgen können. Auch Personen ohne Krankenversicherung werden Zugang zu dem Portal erhalten – erklärte Horaþiu Moldovan. Nach Angaben des Direktors der Nationalen Krankenkasse wird eine Übergangsphase erforderlich sein, bis sich auch die medizinischen Dienstleister mit der Plattform vertraut gemacht haben und die Patienten ein Konto auf dem ROeID-Portal eröffnen, wo sie eine digitale Identität erstellen. Horaþiu Moldovan erklärte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die Plattform verfüge über das höchstmögliche Sicherheitssystem in Rumänien.
Der Preis für Erdgas in Europa ist auf ein seit März nicht mehr gesehenes Niveau gestiegen und liegt nun über 70 Euro. Hintergrund für den Preisanstieg sind das Wiederaufflammen des Konflikts im Nahen Osten und die Befürchtung weiterer Verzögerungen bei den Lieferungen von Flüssigerdgas aus dem Persischen Golf. Die Störungen haben bereits jetzt die Erdgasexporte der Region, darunter auch die Katars, beeinträchtigt. In Europa ist dies eine besonders heikle Phase, da gerade die Befüllung der Gasspeicher stattfindet. Ende August lag die Füllquote bei lediglich 63 Prozent und damit unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Nach Angaben der Europäischen Kommission ist die Gasversorgung Europas vorerst nicht unmittelbar gefährdet, doch die Händler befürchten, dass der Wettbewerb mit asiatischen Abnehmern zu weiteren Preisanstiegen führen könnte.
In Rumänien ist die Arbeitslosigkeit im Juli spürbar zurückgegangen. Wie das Nationale Statistikamt (INS) in Bukarest mitteilte, sank die Erwerbslosenquote im Vergleich zum Frühjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. Insgesamt waren rund 527.000 Menschen ohne Beschäftigung – das sind etwa 25.000 bis 30.000 weniger als im Zeitraum von April bis Juni. Trotz der kurzfristigen Entlastung liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin über dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zum Juli vergangenen Jahres stieg die Quote um 0,5 Prozentpunkte, was einem Zuwachs von rund 40.000 Arbeitslosen entspricht. Zudem korrigierte das Statistikamt seine Daten für das Frühjahr nachträglich nach oben: Die Quote für April bis Juni wurde von 6,3 auf 6,8 Prozent revidiert. Besonders angespannt bleibt die Lage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Jüngere. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg im Juni auf 30,8 Prozent – ein Zuwachs von fast fünf Prozentpunkten binnen eines Jahres. Dabei sind junge Frauen mit einer Quote von über 34 Prozent deutlich stärker betroffen als junge Männer. Auch über alle Altersgruppen hinweg liegt die Frauenarbeitslosigkeit mit 6,7 Prozent über der der Männer.
Wegen russischer Drohnenangriffe ist der Fährverkehr am ukrainisch-rumänischen Grenzübergang Isaccea–Orliwka vorerst eingestellt. Wie die rumänische Küstenwache mitteilte, folgte die Maßnahme auf nächtliche Attacken Moskaus auf ukrainischem Staatsgebiet. Nach Angaben des dortigen Grenzschutzes kamen iranische Shahed-Drohnen zum Einsatz, die Infrastruktur und Gebäude des internationalen Terminals trafen. Die ausgebrochenen Brände konnten von der Feuerwehr gelöscht werden, allerdings mussten die Abfertigung von Reisenden und der Fahrzeugverkehr komplett gestoppt werden. Die strategisch wichtige Verbindung zwischen dem ukrainischen Bezirk Odessa und dem rumänischen Donauufer war bereits in der Vergangenheit mehrfach Ziel russischer Angriffe. Laut Kiew war dies nicht der erste Schlag gegen eine Grenzstation: Bereits in der Nacht zum 25. August geriet der Übergang Winochradiwka an der Grenze zu Moldau unter Drohnenbeschuss.
Quelle: ADZ, rador, marosvásárhelyirádio.ro, radiomures.ro