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Rückblick der Woche 21. - 26. September 2026
Das Gericht in Bukarest hat den Antrag der Staatsanwälte der DIICOT auf eine 30-tägige Untersuchungshaft für Cãlin Georgescu im Fall des Betrugs mit besonders schwerwiegenden Folgen abgelehnt. In diesem Fall fanden am Montag Durchsuchungen in der Wohnung des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten statt, der anschließend von den Staatsanwälten festgenommen wurde. Der Richter Vlad Andriescu entschied, Cãlin Georgescu für 60 Tage unter richterliche Aufsicht zu stellen, woraufhin dieser noch vor Ablauf der 24-stündigen Haftanordnung sofort auf freien Fuß gesetzt wurde. Dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten ist es untersagt, das rumänische Staatsgebiet zu verlassen oder Kontakt zu den Verfahrensbeteiligten aufzunehmen; außerdem muss er sich regelmäßig bei der Polizei melden. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig und wurde von der DIICOT angefochten. Beim Verlassen des Gerichts wurde Georgescu von mehreren hundert Anhängern empfangen. In Begleitung von Leibwächtern begab er sich zur Zentralhaftanstalt der Hauptstadt, um dort verfahrensrechtliche Formalitäten zu erledigen. Auch Ionel Rusen, der am Montag in diesem Fall festgenommen wurde, wurde ebenfalls unter richterliche Aufsicht gestellt. Die Ermittlungen gingen auf eine Strafanzeige eines Geschäftsmannes aus Buzãu, Rãzvan Leu, zurück, der behauptet, einen Schaden von über einer Million Euro erlitten zu haben. Laut dem Bericht, mit dem die Ermittler die Untersuchungshaft beantragten, hatte Cãlin Georgescu vor, nach Beendigung der richterlichen Aufsicht in Italien politisches Asyl zu beantragen und eine Immobilie in der Toskana im Wert von 1,2 Millionen Euro zu erwerben. Diese Information geht aus dem Protokoll eines Gesprächs hervor, das Georgescu und sein Komplize am 22. Mai 2025 geführt haben.
Der designierte Ministerpräsident Siegfried Mureșan hat diese Woche Gespräche über sein Regierungsprogramm mit den Senatoren und Abgeordneten der Parteien aufgenommen, die ihn unterstützen. Es fanden Treffen mit den Abgeordneten der UDMR, sowie mit Vertretern der PNL und der USR statt. Er bekräftigte, dass er nicht beabsichtige, sein Mandat niederzulegen, sondern er werde vor das Parlament treten, um das Vertrauensvotum zu erhalten, da er sich vorerst nicht auf eine Mehrheit stützen könne. Am Dienstag erklärte Siegfried Mureșan, dass er in den nächsten Tagen auch mit Sorin Grindeanu, dem Vorsitzenden der PSD - einer Partei, die am Montag beschlossen hatte, die neue Regierung nicht zu unterstützen -, Gespräche über das Regierungsprogramm führen wolle.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er sei bereit, sich im Rahmen dreiseitiger Gespräche mit den Vereinigten Staaten mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. "Ich bin jederzeit bereit", erklärte Selenskyj am Dienstag auf einer Pressekonferenz am Rande der UN-Generalversammlung. "Ich glaube, wir müssen alle so schnell wie möglich vorankommen." In einem Beitrag auf X beschrieb er das Treffen mit US-Präsident Donald Trump als "positiv und produktiv" und sagte, die beiden Staatschefs hätten über "mögliche Maßnahmen zur Entspannung der Lage gesprochen, die den Weg für diplomatische Lösungen ebnen könnten". Die beiden sprachen auch über einen möglichen "Waffenstillstand im Energiebereich" mit Russland, bei dem keine der beiden Seiten die Energieinfrastruktur der anderen Seite angreifen würde, so Selenskyj. "Jede Art von Verhandlungen seitens Russlands würde ein Signal senden, dass sie bereit sind, voranzukommen", erklärte der ukrainische Staatschef. Selenskyj erklärte, er habe von Trump keine "konkrete Antwort" bezüglich der Lieferung weiterer Abfangraketen an die Ukraine erhalten, fügte jedoch hinzu, dass die Reaktion "positiv" gewesen sei und sein Team "daran arbeiten werde". Selenskyj sagte außerdem, dass die Ukraine Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketensystemen benötige und dass er Trump gebeten habe, dabei zu helfen, diesen Prozess zu beschleunigen.
Ab dem 22. September 2026 präsentiert das Brukenthal-Nationalmuseum in Hermannstadt/Sibiu die Ausstellung "Ca la carte!", die sich den Büchern, Menschen und Gemeinschaften der Siebenbürger Sachsen im Mittelalter widmet. Die in Zusammenarbeit mit der Babeș-Bolyai-Universität Klausenburg/Cluj-Napoca entstandene Ausstellung kann bis zum 21. März 2027 im Säulensaal des Brukenthal Palastes besichtigt werden. Mittelpunkt der Ausstellung sind seltene Manuskripte, Dokumente und frühe Drucke des 15. und 16. Jahrhunderts aus den Museumsbeständen. Sie zeigen, wie tief das Buch in der Verwaltung, der Kirche, den Schulen und dem privaten Alltag sächsischer Gemeinden in ganz Siebenbürgen (u.a. Hermannstadt, Heltau, Großau, Bistritz) verwurzelt war. Besucher erwartet ein faszinierender Einblick in die Bildungs- und Kulturgeschichte der Region - von kostbaren Meisterwerken bis hin zu historischen Buchfragmenten, abgerundet durch moderne künstlerische Interventionen.
Der astronomische Herbst begann in der Nacht vom 23. September. Die Tagundnachtgleiche fand laut Angaben auf der Website der Sternwarte "Amiral Vasile Urseanu" in Bukarest um 3:05 Uhr statt. Wie Experten erklären, hat die astronomische Länge der Sonne den Wert von 180° erreicht, und im Verhältnis zur Erde wird sie genau an den Himmelsrichtungen Osten und Westen aufgehen und untergehen. Die Tageslänge gleicht sich der Nachtlänge an, und anschließend werden die Tage bis zum 21. Dezember immer kürzer, wenn die längste Nacht eintritt - der Zeitpunkt der Wintersonnenwende. Die Umstellung auf die Winterzeit findet erst im nächsten Monat statt, in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober, wenn die Uhren zurückgestellt werden und aus 4:00 Uhr 3:00 Uhr wird.
Foto Sármási-Bocskai János
Quelle: rador