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Rückblick der wichtigsten Events der Woche 5. - 10. Oktober 2026
Der
designierte Ministerpräsident hat Donnerstag Abend die
Gesprächsrunde mit den politischen Parteien abgeschlossen. Am Ende
des letzten Treffens mit Vertretern der UDMR zeigte sich Luca
Niculescu optimistisch hinsichtlich der Chancen, Unterstützung für
eine künftige Regierung zu erhalten. Er erklärte, er glaube an die
Kraft des Dialogs, und stellte fest, dass sich alle Gesprächspartner
darauf geeinigt hätten, den finanz- und haushaltspolitischen Kurs
des Landes beizubehalten. Am Donnerstag traf sich Luca Niculescu
außerdem mit den Führungsspitzen der PSD und der PNL und brachte
trotz der unterschiedlichen Positionen der beiden Parteien seine
Hoffnung zum Ausdruck, dass eine Lösung zur Überwindung der
politischen Situation gefunden werde.
Der Verband „Intelligenzenergie“ schätzt, dass der Durchschnittspreis der Stromangebote für Privathaushalte bei neuen 12-Monats-Verträgen, die im Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden, bei etwa 1,67 Lei pro Kilowattstunde (inkl. MwSt.) liegen könnte. Die Experten des Verbandes schätzen, dass dies einen Anstieg von 22 % gegenüber einem vergleichbaren Angebot aus dem Herbst des vergangenen Jahres bedeutet. Die Schätzung wurde gegenüber der im August erstellten Prognose revidiert, da die Alarmlage auf dem Strommarkt anhält und sich die Prognosen für die Gaspreise und den Wechselkurs geändert haben.
Die ukrainische Armee gab am Donnerstag bekannt, dass sie die größte Ölraffinerie Russlands angegriffen habe, die sich etwa 2.500 km von der Ukraine entfernt in Sibirien befindet. Die Raffinerie in Omsk, die von Gazpromneft betrieben wird, war zuletzt im Juli angegriffen worden. In seiner Erklärung in den sozialen Netzwerken machte der Generalstab der Ukraine keine Angaben zu den Auswirkungen des Angriffs, wies jedoch darauf hin, dass die Raffinerie die russische Armee mit Treibstoff versorge. Im Sommer musste die Anlage nach dem Angriff den Betrieb einstellen. Der Gouverneur der Region Omsk, Vitali Hoțișenko, erklärte, dass ein Industriegebiet von einer Drohne getroffen worden sei, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Die Ukraine, die von Russland mit schweren Raketen und Drohnen angegriffen wird, führt ihrerseits eigene Angriffe mit Langstrecken-Drohnen gegen militärische, energiebezogene und kommerzielle Ziele durch, um Moskau die Fortsetzung des Krieges zu erschweren.
Ein exklusives diplomatisches Treffen brachte Vertreter aus Kroatien, Estland, Griechenland, Irland, Litauen, Portugal, der Slowakei, Schweden und Ungarn nach Neumarkt/Târgu Mureș. Im Fokus der vertraulichen Gespräche standen die wirtschaftlichen und strategischen Entwicklungschancen der Stadt sowie des gesamten Kreises Mureș. Insbesondere in den Sektoren Investitionen, Medizin, Hochschulbildung, Forschung, Tourismus und Kultur sollen neue internationale Partnerschaften etabliert werden. Neben den ausländischen Delegationen nahmen auch lokale Gemeinderäte, Spitzen der heimischen Wirtschaft und Vertreter öffentlicher Einrichtungen an der Konferenz teil. Die Stadtverwaltung erklärte dazu, dass dieser diplomatische Austausch einen strategischen Meilenstein bedeute, um über bilaterale Kanäle greifbare Projekte für die lokale Gemeinschaft anzustoßen.
Am
vergangenen Dienstag wurde der Holzinstrumentenreparateur und
Klavierstimmer Arnulf
Einschenk
mit dem renommierten Apollonia-Hirscher-Preis
ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung fand im Festsaal des
Kronstädter Forums in der Gh.-Baiulescu-Straße statt. Für die
feierliche musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgten der
Pianist Nicușor Rãducan und der Trompeter Jonathan Arvay, ein
Enkelsohn des Preisträgers. Die Würdigung des Geehrten übernahm
Hans Eckart Schlandt, der langjährige Kantor der Schwarzen Kirche
und Leiter des Kronstädter Bachchors. Die
Auszeichnung fällt in ein besonderes Jubiläumsjahr: Das
traditionsreiche Familiengeschäft „Einschenk Musikinstrumente“
feiert heuer sein 130-jähriges
Bestehen.
Der Apollonia-Hirscher-Preis wird bereits seit 1998 gemeinsam vom Demokratischen Forum der Deutschen in Kronstadt/Brașov und der Heimatgemeinschaft der Kronstädter in Deutschland vergeben. Er würdigt das herausragende gemeinnützige Wirken siebenbürgisch-sächsischer Persönlichkeiten, die in Kronstadt leben. Unterstützt und gefördert wurde die diesjährige Veranstaltung durch das Departement für Interethnische Beziehungen (DRI).
Die
kanadische Dichterin und Essayistin Anne Carson wurde in diesem Jahr
mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Nach der Begründung
der Schwedischen Akademie wurde sie für ihr kühnes und
einfallsreiches Gesamtwerk geehrt, das durch einen spielerischen
Dialog mit der klassischen Tradition neue Formen in der
zeitgenössischen Literatur geschaffen hat. Die 1950 in Toronto
geborene Carson lehrte mehr als drei Jahrzehnte lang klassische
Philologie. Zu den bekanntesten Werken der international anerkannten
Autorin zählen „Die rote Autobiografie“ und „The Beauty of the
Husband“. Ihr Lebenswerk wurde zuvor unter anderem mit dem T. S.
Eliot-Preis und 2020 mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis gewürdigt.
Seit 1901 haben insgesamt 122 Personen den Nobelpreis für Literatur
erhalten, darunter zwei ungarische Künstler: 2002 der mit dem
Kossuth-Preis ausgezeichnete Schriftsteller und Literaturübersetzer
Kertész Imre sowie im vergangenen Jahr der ebenfalls mit dem
Kossuth-Preis ausgezeichnete Krasznahorkai László.
Quelle: rador