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Rückblick der wichtigsten Events der Woche 13. – 18. April 2026
Inland Nach den Osterferien startet am Mittwoch das letzte Schulhalbjahr. Es wird zwei Monate dauern. Während die meisten Schüler bis zum 19. Juli Unterricht haben, endet das Jahr für Achtklässler bereits am 12. Juni und für Abiturienten am 5. Juni. Die nationalen Prüfungen der Mittelstufe finden am 22. Juni statt, das reguläre Abitur beginnt am 29. Juni. Eine Besonderheit gibt es für rund 110 Top-Talente (Olympiateilnehmer, Sportler und Künstler): Sie legen ein vorgezogenes Abitur ab, das bereits im Mai beginnt. Laut Zoltán Kallós, Vorsitzender der Nationalen Abiturkommission, findet diese Sonderprüfung unter identischen Bedingungen im Kreis Prahova statt. Es gelten die üblichen Bedingungen: Die Prüfung dauert drei Stunden, die Arbeiten werden wie in den Vorjahren gescannt, auf die Plattform hochgeladen und dort bewertet, sodass die gleichen Bedingungen wie für die anderen Kandidaten gewährleistet sind, die an den späteren Prüfungsterminen teilnehmen werden.
Eine aktuelle Studie der Universität "Carol Davila" in Bukarest in Zusammenarbeit mit dem Verband und den entsprechenden Fachbereichen der medizinischen Hochschulen des Landes offenbart eine besorgniserregende Tendenz: Rund 70 % der angehenden Fachärzte für öffentliche Gesundheit und Management ziehen in Erwägung, Rumänien zu verlassen. Trotz hoher Zufriedenheit mit der Ausbildung (98 %) fehlen klare Karriereperspektiven im eigenen Land. Strukturelle Defizite wie Bürokratie, politischer Einfluss und ein Mangel an attraktiven Stellen in Gesundheitsämtern oder Kliniken treiben die jungen Mediziner ins Ausland. Die Zahl der Ärzte mit dieser Ausbildung ist sehr gering, ebenso wie die Zahl der Assistenzärzte, erklärt der Leiter des Fachbereichs für öffentliche Gesundheit und Management an der UMFST Târgu Mureș/Neumarkt, Prof. Dr. Florin Buicu, Er betont, dass landesweit nur etwa 220 Fachärzte in diesem Bereich registriert sind. Die Behörden ergreifen Maßnahmen, um den Exodus der Fachzärzte zu stoppen, sodass derzeit ein Gesetzentwurf vorbereitet wird, wonach Fachärzte während ihrer Facharztausbildung verpflichtend in den Schichdienste einbezogen werden sollen. Diese Bereitschaftsdienste werden verpflichtend vergütet, erklärte Gesundheitsminister Alexandru Rogobete.
Ministerpräsident Ilie Bolojan erklärte Freitag Abend in einem Beitrag auf seiner Social-Media-Seite, dass einige Unternehmen der kritischen Infrastruktur, wie ELCEN, Oil Terminal oder CFR SA, durch Investitionen unterstützt werden sollen, während für Avioane Craiova oder Romaero eine bessere Nutzung des industriellen Potenzials angestrebt wird. Unternehmen mit Problemen wie CFR Cãlãtori, Metrorex oder TAROM werden einen Prozess der operativen Sanierung durchlaufen. Parallel dazu wird eine Liste von Unternehmen erstellt, die durch den Verkauf von Minderheitsanteilen an die Börse gebracht werden sollen: Hidroelectrica, Romgaz und CEC Bank. In einer späteren Stellungnahme kündigte die PSD an, dass sie den Verkauf strategischer Unternehmen des rumänischen Staates kategorisch ablehne, jedoch die Notwendigkeit einer Umstrukturierung bestimmter staatlicher Unternehmen unterstütze.
Seit März 2026 gehört die Evangelische Kirche A. B. Kronstadt als derzeit einziges rumänisches Mitglied der Europäischen Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenmeister an, schreibt die ADZ. Ziel dieser Mitgliedschaft ist es, internationale Standards der Denkmalpflege direkt auf die Schwarze Kirche und weitere historische Bauten zu übertragen. Anstatt Probleme wie bisher nur punktuell durch befristete Aufträge zu lösen, strebt die Gemeinde nach dem Vorbild großer europäischer Kathedralen die Einrichtung einer permanenten Bauhütte an. Diese soll traditionelles Handwerk mit modernster Technik vereinen. Ein zentraler Aspekt dabei ist der Wissenstransfer mit Partnern in Köln, Freiburg und Nürnberg, um moderne Erhaltungsstrategien mit der rumänischen Gesetzgebung in Einklang zu bringen.
Ausland Der Wahlsieg von Oppositionsführer Peter Magyar in Ungarn stößt in Bukarest auf breite Zustimmung. Staatspräsident Nicușor Dan sprach von einer "klaren und starken Stimme" des ungarischen Volkes. Ministerpräsident Ilie Bolojan gratulierte Péter Magyar zu seinem Sieg bei den Parlamentswahlen in Ungarn. Der Regierungschef in Bukarest betonte, dass er sich auf die weitere Festigung der strategischen Partnerschaft freue, wobei der Schwerpunkt auf der wirtschaftlichen und sektoralen Zusammenarbeit liege. Ihm zufolge liegt die Priorität auf der Zusammenarbeit zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bürger beider Länder in einer stärkeren, geeinteren und wettbewerbsfähigeren Europäischen Union. Auch die Führung des Demokratischen Verbands der Ungarn in Rumänien (UDMR) gratulierte. Parteichef Hunor Kelemen verwies auf die Rekordbeteiligung von mehr als 79,5 Prozent. Zuvor hatte er noch Amtsinhaber Viktor Orbán unterstützt. Vizepremier Barna Tánczos zeigte sich vom Ausmaß des Erfolgs überrascht. Er berichtete von einer "revolutionären Stimmung" in Budapest in der Wahlnacht.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einem Treffen am Dienstag mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin eine Vollmitgliedschaft der Ukraine in der EU und der NATO gefordert. Er lehnte "Light-Versionen" oder vereinfachte Beitrittsmodelle strikt ab. Laut Selenskyj profitiere auch der Westen von einer starken ukrainischen Armee als vollwertigem Partner. Um echte Sicherheit zu garantieren, fordert er zudem ein festes Beitrittsdatum in künftigen Friedensabkommen. Während die EU-Kommission den Erweiterungsprozess als Priorität bestätigt, dämpfen ukrainische Parlamentsvertreter die Erwartungen: Ein Beitritt bis 2027 gilt aufgrund notwendiger Reformen als unwahrscheinlich.
Trotz innenpolitischen Drucks bezüglich des Militärbudgets bekräftigte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babi¹ bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Prag die Bündnistreue seines Landes. Babi¹ betonte, dass die Erfüllung der NATO-Verpflichtungen für seine Regierung Priorität habe. Dennoch steht sein aktueller Haushaltsplan in der Kritik: Die Mittel für das Verteidigungsministerium wurden auf 1,73 % des BIP gekürzt. Während die Regierung behauptet, durch Zusatzprojekte die 2-Prozent-Marke zu erreichen, bezweifeln die Finanzaufsicht und Präsident Petr Pavel, dass diese Ausgaben den strengen NATO-Kriterien entsprechen.
Quelle: rador