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Rückblick der bedeutendsten Events der Woche 22. - 27. Juni 2026

veröffentlicht: Samstag, 27. Juni 2026, 21.00 Uhr


Die Sozialdemokratische Partei (PSD) übernimmt die Regierungsverantwortung in Rumänien und schlägt ihren Vorsitzenden Sorin Grindeanu als neuen Premierminister vor. Die Partei beschloss einstimmig, nur eine Regierung mit eigener Beteiligung zu unterstützen. Für die künftige Regierung strebt die PSD ein Unterstützungsabkommen mit pro-westlichen Parteien im Parlament an. Grindeanu betonte, dass er bei der Kabinettsbildung freie Hand besitze. Zudem forderte er, dass die geplante politische Vereinbarung wirtschaftliche Prioritäten wie das Defizitziel, den PNRR und den OECD-Beitritt in den Fokus rücken müsse, statt sich auf die Verteilung von Posten zu konzentrieren. Die PSD behalte dabei die volle Autonomie über ihr Regierungsprogramm. Angesichts sinkender Kaufkraft und des Vertrauensverlusts der Bürger in die Politik forderte Grindeanu schnelles Handeln für eine stabile Regierung. Die PSD-Verhandlungen führen Ovidiu Popa, Radu Oprea und Marian Neacșu.

Die Modernisierung Rumäniens darf nicht noch eine weitere Generation aufgeschoben werden, schrieb der Vorsitzende der USR, Dominic Fritz, vor kurzem in den sozialen Netzwerken. Er schreibt weiter, dass Rumänien eine seriöse Regierung brauche, die die Reformen fortsetzt und Ergebnisse für die Bürger liefert. Wir sind entschlossen, eine Minderheitsregierung in der Zusammensetzung PNL-USR-UDMR zu übernehmen, sagt Dominic Fritz. Die Vorsitzenden der drei Parteien führten am Mittwoch im Victoria-Palast zwei Gesprächsrunden zur Bildung einer Minderheitsregierung.

Die Sozialdemokraten betonen, dass Rumänien in den kommenden sechs Monaten weder eine Minderheitsregierung aus PNL, USR und UDMR unter der Führung eines rechtsgerichteten Ministerpräsidenten noch anschließend eine reine PSD-Regierung haben könne. Der Hauptgrund sei die absolute Notwendigkeit von Stabilität und Vorhersehbarkeit in der Regierungsführung, um das Länderrating und die Finanzierungskosten des Staates aufrechtzuerhalten, erklärt die PSD in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Die Sozialdemokraten fordern alle verantwortungsbewussten Parteien und Abgeordneten auf, nicht mit der Entwicklung des Landes und dem täglichen Leben der Rumänen zu spielen, das von einer Regierung mit vollen Befugnissen abhängt. Die PSD reagiert damit auf den Vorschlag der USR bezüglich einer Rotation im Victoria-Palast - USR, PNL und UDMR sollen zunächst die Regierungsführung übernehmen, danach käme die PSD an die Reihe.

Der rumänische Landwirtschaftsminister Tánczos Barna wies darauf hin, dass die wachsende Bärenpopulation vermehrt zu Problemen für die ländliche Bevölkerung und die Landwirtschaft führt. Vor diesem Hintergrund verlangt Rumänien von der Europäischen Kommission einen langfristigen Managementplan sowie die Erlaubnis, Bestände in Regionen mit stabilem Erhaltungszustand datenbasiert zu regulieren. Mehrere EU-Staaten unterstützen diese Initiative. Auch EU-Agrarkommissar Christophe Hansen bestätigte, dass hier flexiblere Ansätze nötig seien. Laut einer Mitteilung des rumänischen Landwirtschaftsministeriums war zudem die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027 Thema des Treffens in Luxemburg; Rumänien forderte dabei eine starke finanzielle Ausstattung der EU-Landwirtschaft, die den realen Bedingungen vor Ort gerecht wird.

Bundeskanzler Friedrich Merz fordert eine Verabschiedung der umfassenden Rentenreform noch vor dem Jahreswechsel. In einer Befragung des Bundestags rief er die Abgeordneten zu konstruktiven Beratungen auf. Die Reform basiert auf 33 Experten-Empfehlungen und sieht unter anderem ein höheres Renteneintrittsalter vor, was Merz mit der steigenden Lebenserwartung begründete. Den Vorwurf von Rentenkürzungen wies er strikt zurück, meldet die dpa.

Überschattet wurde die Debatte von einem verbalen Schlagabtausch: Nach scharfen Attacken des neuen Linken-Chefs Luigi Pantisano schloss der Kanzler eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei dauerhaft aus. Zu den mathematisch schwierigen Koalitionsoptionen nach den Landtagswahlen im September äußerte sich Merz hingegen nicht.

Angesichts der anhaltenden Hitzewelle warnt das Gesundheitsministerium vor gesundheitlichen Risiken und hat einen Leitfaden für die Bevölkerung veröffentlicht. Die Experten raten dringend dazu, die pralle Sonne in den intensivsten Stunden zwischen 11:00 und 18:00 Uhr zu meiden und sportliche oder körperlich anstrengende Aktivitäten im Freien zu pausieren. Für die Nutzung von Klimaanlagen gilt die Faustregel, diese auf maximal fünf Grad Differenz zur Außentemperatur einzustellen. Überraschend für viele: Bei Raumtemperaturen über 32 Grad sollte auf den Einsatz von Ventilatoren verzichtet werden, da sie die Hitze nur aufwirbeln. Zur Gesundheitsvorsorge gehört zudem eine Flüssigkeitszufuhr von rund zwei Litern täglich, wobei man nicht erst auf ein Durstgefühl warten sollte. Eine leichte Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse sowie der Verzicht auf zuckerhaltige, alkoholische und koffeinhaltige Getränke unterstützen den Körper zusätzlich.

Das Wetter am Sonntag: Morgen wird es siebenbürgenweit sonnig sein und es bleibt trocken. Es wird wärmer: Die Höchstwerte steigen bis auf 34 Grad am Sonntag.

Foto  Sármási-Bocskai János 

Quelle: rador, dpa

Gabi Mezei