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Regierungskritische Proteste im Iran

veröffentlicht: Montag, 12. Januar 2026, 21.00 Uhr
Regierungskritische Proteste im Iran Foto DF
Regierungskritische Proteste im Iran Foto DF

Der Iran erlebt die heftigsten regimekritischen Proteste der letzten Zeit. Am Abend wurden neue Demonstrationen aus mehreren Städten gemeldet. Die Führung in Teheran hat eine harte Reaktion angedroht und das Internet blockiert.

Der Iran hat ‌gestern um Verhandlungen gebeten, erklärte Trump in Washington. Er sei zudem in Kontakt mit Anführern der iranischen Opposition. Zugleich drohte er dem iranischen Regime erneut mit einem militärischen Vorgehen: Die US-Armee und seine Regierung prüften derzeit einige sehr starke Optionen für ein Eingreifen, teilte Trump mit. Offenbar wolle Teheran deshalb verhandeln. Worüber sagte er nicht.

Wir nehmen das sehr ernst“, sagte Trump vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. „Das Militär prüft die Lage, und wir erwägen einige sehr drastische Optionen. Wir werden eine Entscheidung treffen.“ Der US-Präsident äußerte sich auf die Frage, ob die Führung in Teheran die von ihm zuvor genannte rote Linie – die Tötung von Demonstranten – überschritten habe. „Es sieht so aus, als würden sie damit beginnen“, sagte er nun.

Bundesaußenminister Wadephul hat den Westen zur Geschlossenheit gegenüber dem Regime in Teheran aufgerufen. Dieses habe keine hinreichende Legitimität, sagte der CDU-Politiker im ZDF. Es gebe bereits umfangreiche Strafmaßnahmen gegen die Regierung in Teheran. Die jetzigen Proteste nannte er eine Folge von Sanktionen: „Das heißt: Sanktionen wirken, und auf diesem Weg sollten wir weiter vorangehen.“

Präsident Peseschkian sprach von einem „Marsch des Widerstands“, der heute in zahlreichen Städten stattgefunden hat und sich gegen die Gewalt von – wie er es nannte – „urbanen Terroristen“ richtette. Die Regierung verhängte zudem 3 Tage Staatstrauer und verwies darauf, dass bei den Protesten Einsatzkräfte getötet worden seien.

Der US-Sender CNN meint, trotz Internet-Blockade sie hätten Informationen über getötete Demonstranten.

Quelle: DF

Imola Munteanu