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Nachrichten vom 16. April 2026

veröffentlicht: Donnerstag, 16. April 2026, 21.00 Uhr
Foto Sármási-Bocskai János
Foto Sármási-Bocskai János

Rumänien leitet die Reform seiner über 1.500 Staatsbetriebe ein, um Verpflichtungen aus dem Wiederaufbauplan (PNRR) und dem OECD-Beitrittsprozess zu erfüllen. Unter der Leitung von Vizepremierministerin Oana Gheorghiu konzentriert sich eine interministerielle Arbeitsgruppe zunächst auf eine Pilotgruppe von 22 Unternehmen. Ziel ist es, die enorme Verlustsumme von rund 14 Milliarden Lei zu stoppen und ineffiziente "Papier-Firmen" sowie politisierte Managementstrukturen zu beseitigen. Die Reform sieht vor, Interimsführungen durch professionelle Fachkräfte zu ersetzen und für jedes Unternehmen individuell über Umstrukturierung, Schließung oder Börsengang zu entscheiden. Massenentlassungen seien laut Gheorghiu nicht geplant; die Umsetzung wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Rumänien plant, die Jagdquote für Braunbären fast zu verdoppeln. Für die Jahre 2026-2027 ist der Abschuss von 859 Braunbären vorgesehen, wobei die Verteilung je nach Bevölkerungsdichte und Gefahrenlage der Kreise erfolgt. Vizepremier Tánczos Barna verteidigt die Quote von etwa 8 % des Mindestbestands als notwendig für den Schutz von Mensch und Landwirtschaft. Trotz Kritik von Umweltschützern signalisieren sowohl Regierungs- als auch Oppositionsparteien breite Unterstützung, da die aktuelle Sicherheitslage in Bergregionen als kritisch eingestuft wird. Der Gesetzentwurf wartet auf den Bericht der Fachausschüsse und anschließend auf die Abstimmung im Abgeordnetenhaus als Entscheidungsgremium.

Mit dem Start des aktuellen Schulmoduls stehen für die Klassenstufen 2, 4 und 6 die nationalen Bewertungstest an. Für die Schüler der 2. Klasse finden die Prüfungen zwischen dem 12. und 15. Mai statt, für die der 4. Klasse zwischen dem 19. und 21. Mai und für die der 6. Klasse zwischen dem 26. und 28. Mai. Die Ergebnisse werden nicht benotet, sondern zur Erstellung individueller Förderpläne genutzt, mit denen Lehrer gezielter auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes eingehen können. Lehrer konzentrieren sich dabei vor allem auf Kernkompetenzen in Sprache und Mathematik. Ziel ist es, Wissenslücken frühzeitig zu schließen, bevor es auf die Abschlussprüfungen der 8. Klasse zugeht.

Die jährliche Inflationsrate stieg im März auf 9,87 %, nach 9,31 % im Februar. Dienstleistungen verteuerten sich um 11 %, Nicht-Lebensmittel um fast ebenso viel und Lebensmittel um 7,5 %, wie aus den am Dienstag vom Nationalen Institut für Statistik veröffentlichten Daten hervorgeht.

Der Internationale Währungsfonds hat gewarnt, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession abgleiten könnte, sollte der Krieg im Iran andauern und die hohen Energiepreise anhalten. In seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick fügte der IWF jedoch hinzu, dass dies nur im "pessimistischsten Szenario" eintreten werde. Der IWF hat drei Szenarien entworfen, je nach Dauer des Konflikts im Nahen Osten. Eine erste Schlussfolgerung wäre, dass das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bei 3,5 % liegen wird, während ein langwieriger Krieg dazu führen würde, dass es auf ein Minimum von 2 % sinkt. Alles unter 2,5 % wird vom IWF als Rezession angesehen. In dem Bericht wird außerdem erwähnt, dass die weltweite Inflation bis 2027 auf 4,4 bis 6 % steigen könnte. Die klare Botschaft lautet, dass der Krieg bereits Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hatte, und nun stellt sich die Frage, wie viel Schaden er noch anrichten könnte.

Das Umweltministerium gab bekannt, dass die Rechtsvorschriften geändert wurden, sodass in Rumänien wieder UNESCO-Geoparks ausgewählt werden können. Nach Angaben des Ministeriums hatten zuvor rechtliche Missverständnisse den Prozess behindert, da viele der Ansicht waren, der Status als Geopark sei mit Einschränkungen bei der Landnutzung verbunden. Das Ministerium betonte: UNESCO-Geoparks bedeuten keine neuen Verbote für die lokalen Gemeinden, sondern schaffen Entwicklungs-, Bildungs- und Tourismusmöglichkeiten. Die neue Regelung stellt klar, dass Geoparks nicht als Naturschutzgebiete gelten. Nach Ansicht der Regierung kann die Änderung zur Schaffung neuer rumänischer UNESCO-Geoparks beitragen und die lokale Wirtschaft sowie den Tourismus stärken.

Lokales "Gemeinsam für einen sauberen Miereschfluss 2026" unter diesem Motto wird auch heuer die große Aufräumaktion von Radio Neumarkt veranstaltet. Es sollte das Mureș-Ufer (von Neumarkt/Târgu Mureș bis Sângeorgiu de Mureș) von Müll befreit werden. Eingeladen sind all diejenigen, die eine saubere Umwelt sich wünschen und sie schützen wollen. Doch sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit, das hat uns die Vergangenheit gelehrt. Am 18. April sind alle Umweltfreunde eingeladen. Treffpunkt ist an der Fähre. Säcke und Handschuhe gibt's vor Ort. Partner der Aufräumaktion sind: Bioeel, MuresRunners, Ecolect Mureș, Accenture, Kreisdienst für Bergrettung und Höhlenforschung Mureș, Surtec, GoKart, ISU Mureș, We care we grow und What`s in the box production.

Das Wetter in Siebenbürgen: In den nächsten Tagen gibt es in Siebenbürgen einen Mix aus Sonne und Wolken. Dabei fällt morgen Regen. Es wird kälter: Die Höchstwerte sinken von 22 auf 18 Grad am Samstag.

Quelle: rador


Gabi Mezei