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Mindestens 11 Todesopfer in Kiew nach erneuten russischen Luftangriffen

veröffentlicht: Montag, 06. Juli 2026, 21.00 Uhr
Mindestens 11 Todesopfer in Kiew nach erneuten russischen Luftangriffen Foto Efrem Lukatsky AP dpa
Mindestens 11 Todesopfer in Kiew nach erneuten russischen Luftangriffen Foto Efrem Lukatsky AP dpa

Bei russischen Luftangriffen auf Kiew sind nach ukrainischen Angaben erneut Wohnblöcke getroffen worden. Behördenangaben zufolge wurden mindestens 11 Menschen getötet und mehr als 20 verletzt.

Die Wohnhäuser seien teilweise eingestürzt. Die russische Armee greift seit Wochen verstärkt ukrainische Städte mit Raketen und Drohnen an. Am vergangenen Donnerstag waren dabei 30 Menschen in Kiew getötet worden.

Berichten zufolge, soll Russland bei den Angriffen in der Nacht auch Marschflugkörper und Raketen eingesetzt haben. Marschflugkörper können von den Angreifern besser manövriert und wegen ihrer geringen Flughöhe nicht so leicht vom Radar der Luftabwehr erfasst werden, ballistische Raketen sind dafür aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren.

In diesem Zusammenhang appellierte der ukrainische Präsident Selenskyj in einer Videobotschaft an die Partner seines Landes, den Abwehrkampf entschlossener zu unterstützen. Jede Verzögerung bei der Lieferung von Raketen für die Flugabwehr und für die Patriot-Systeme koste Menschenleben und ermutige Russland, den Krieg fortzusetzen, sagte Selenskyj. Er erklärte außerdem, dem ukrainischen Geheimdienst lägen Informationen vor, wonach Russland seine Angriffe auf das Nachbarland gezielt im Vorfeld des anstehenden NATO-Gipfels am Mittwoch ausweiten wolle.

Bei dem Treffen in Ankara, an dem auch US-Präsident Trump teilnehmen wird, werden Zusagen für milliardenschwere Militärhilfen an die Ukraine erwartet. Darauf haben sich in Brüssel bereits Vertreter der 32 Bündnisstaaten geeinigt.

Quelle: DF

Imola Munteanu