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Amtsinhaberin Jotowa gewinnt Präsidentschaftswahl in Bulgarien
Aus der Präsidenten-Stichwahl in Bulgarien ist Amtsinhaberin Jotowa jüngsten Prognosen zufolge als Siegerin hervorgegangen. Sie hat ihren Herausforderer Gjurow demnach mit rund 60% der Stimmen deutlich geschlagen.
Die Wahl galt auch als richtungsweisend für den außenpolitischen Kurs Bulgariens – insbesondere mit Blick auf den Ukraine-Krieg und das Verhältnis zu Moskau. Jotowa gilt als russlandfreundliche Politikerin, Gjurow vertritt vor allem prowestliche Positionen. Der frühere Interimsregierungschef wurde vom liberal-konservativen Oppositionslager unterstützt.
Jotowa, eine ehemalige Journalistin und sozialistische Europaabgeordnete, hatte das Präsidentenamt erst im Januar vom damaligen Amtsinhaber und heutigen Regierungschef Radew übernommen. Dieser war zurückgetreten und hatte anschließend die Parlamentswahl gewonnen und das Amt des Ministerpräsidenten übernommen. Jotowa ist nun die 1. Frau in der Geschichte des Landes, die durch eine Direktwahl Präsidentin wird.
Rund 6,5 Millionen Bulgarinnen und Bulgaren hatten wählen können. Der Zuspruch aber fiel nur gering aus: Die Wahlbeteiligung lag kurz vor Wahlschluss Meinungsforschern zufolge bei lediglich 29%. Damit war das Interesse an der Stichwahl aber zumindest größer als beim ersten Wahlgang vor einer Woche.
Quelle: DF