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24. Januar - Tag der Vereinigung rumänischer Fürstentümer

veröffentlicht: dienstag, 24 Januar 2023 , ora 21.00
Vereinigung rumänischer Fürstentümer Foto digitaliada
Vereinigung rumänischer Fürstentümer Foto digitaliada

Die Vereinigung der rumänischen Fürstentümer vor 164 Jahren bildete die Grundlage für die 1918 erreichte Vereinigung aller rumänischen Provinzen und die Gründung des Nationalstaates Rumänien.

Rumänien, Republik Moldau und die Auslandsrumänen feiern heute durch eine Reihe von Veranstaltungen das 164. Jubiläum der Vereinigung der rumänischen Fürstentümer. Zahlreiche Zeremonien sowie Freiluftshows prägen diesen Moment, der die Gründung des rumänischen Nationalstaates ebnete.

Am 24. Januar 1859 wurde Alexandru Ioan Cuza, der in der Woche zuvor zum Herrscher der Republik Moldau ernannt wurde, von der Wahlversammlung in Bukarest einstimmig zum Souverän der südlichen Provinz Walachei und damit auch zum Herrscher der Vereinigten Fürstentümer gewählt. Damit war die De-facto-Vereinigung der beiden von Rumänen bewohnten Provinzen erreicht.

Alexandru Ioan Cuza war eine charismatische, von Bauern und armen Stadtgemeinden sehr beliebte Persönlichkeit. Wegen seines autoritären Führungsstils erfreute er sich unter den politischen Parteien seiner Zeit nicht dersselben Beliebtheit und wurde infolgedessen 1866 zur Abdankung gezwungen und ins Exil gedrängt. Sein Nachfolger auf dem Thron Rumäniens war König Karl I. aus der deutschen Fürstenfamilie von Hohenzollern-Sigmaringen. 1878 erreichte Rumänien die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich und gewann nach dem russisch-rumänisch-türkischen Krieg, auch als rumänischer Unanhängigkeitkrieg bekannt, die südöstliche Region Dobrogea zurück. Unter König Ferdinand wurde 1918 die Gründung des rumänischen Nationalstaates durch die Vereinigung der rumänischsprachigen Provinzen Siebenbürgen, Banat, Crisana, Maramures, Bucovina und Bessarabien abgeschlossen.

Historiker sind sich einig, dass die Vereinigung der rumänischen Fürstentümer unter Alexandru Ioan Cuza die Grundlage für das spätere demokratische Großrumänien bildete.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Tagesthema. 

Imola Munteanu