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Wochengespräch mit MdP, Ovidiu Ganț
Die sozial-demokratische Partei als größte Fraktion der bisherigen pro-europäischen Regierungskoalition in Rumänien, zog seine Verteter aus der Regierung zurück und reichte vergangene Woche gemeinsam mit der oppositionelen rechtsextremen Partei AUR einen Misstrauensantrag gegen Premier Ilie Bolojan und sein Restkabinett ein.
Vor der Abstimmung darüber, im Parlamentsplenum am Dienstag, lag die Erfolgsqoute dieses Vorhabens unentschieden bei 50%.
Wenn der Antrag scheitert, leitet Ilie Bolojan weiterhin die Regierung gebildet aus Vertretern der Nationalliberalen, der Bürgerpartei USR und des Ungarnverbands mit Unterstützung der Minderheitenfraktion.
Wenn der Antrag angenommen wird - was inzwischen geschehen ist - kommt es zu Konsultationen zwischen den Pateien und der Staatspräsident muss einen neuen Premier designieren, der vor dem Parlament mit einem neuen Kabinett kommen soll.
Sowohl die PNL als auch die USR schließen unter diesen Umständen eine künftige Zusammenarbeit mit der PSD oder mit der AUR bzw. mit den anderen prorussischen Parteien aus der Opposition aus.
Die PSD und die AUR-Partei schließen eine Zusammenarbeit mitenander auch aus.
Über die Stimmung vor dem Votum aber auch über weitere aktuelle Themen sprach mit Ovidiu Ganț, dem Abgeordneten des Deutschen Forums im Parlament Rumäniens zu Beginn dieser Arbeitswoche Adrian Ardelean von Radio Temeswar.