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Verabschiedung des Gesetzes über Femizid im Parlament
Die Verabschiedung des Gesetzes, mit dem der Begriff Femizid erstmals in die rumänische Gesetzgebung aufgenommen wird, steht in der neuen Sitzungsperiode, die in einer Woche beginnt, auf der Tagesordnung des Parlaments.
Der Entwurf, der im vergangenen Sommer im Senat als erstem Gesetzgebungsorgan eingereicht wurde, steht auch auf der Tagesordnung der gemeinsamen Sonderkommission der Abgeordnetenkammer und des Senats für die Gesetzgebung zur Prävention, Bekämpfung und Bestrafung häuslicher Gewalt.
Das von Vertreterinnen der Regierungsparteien initiierte Projekt ist eine Reaktion auf die alarmierenden Statistiken über die Zunahme von Gewalt gegen Frauen, die in extremen Fällen sogar zu Mord führt, wobei die meisten Opfer von ihren eigenen Partnern getötet werden.
Das Dokument enthält eine Definition von Femizid und seinen 3 Arten als eine Form geschlechtsspezifischer Gewalt, ein eigenständiges und äußerst gefährliches Phänomen, die schwerwiegendste Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen.
Nicht zuletzt sind höhere Strafen für häusliche Gewalt, Belästigung und Bedrohung vorgesehen, also Straftaten, die dem Femizid vorausgehen. Um diesem Phänomen vorzubeugen, schlagen die Initiatorinnen vor, Themen zur Ethik familiärer Beziehungen wie Geschlechtergleichheit und gegenseitiger Respekt in die Lehrpläne aufzunehmen.
Im vergangenen Jahr wurden in unserem Land über 50 Fälle von Femizid registriert.
Quelle: RADOR (ro)