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Rückblick der wichtigsten Events der Woche 26. – 31. Januar 2026
Im Rahmen eines zweitägigen Besuchs in Deutschland am 27. und 28. Januar wurde der rumänische Ministerpräsident Ilie Bolojan am Mittwoch im Bundeskanzleramt in Berlin von Bundeskanzler Friedrich Merz empfangen. Begleitet wurde Regierungschef Ilie Bolojan auch von Verteidigungsminister Radu Miruțã, Generalstabschef Gheorghițã Vlad und dem Vertreter der deutschen Minderheit im Parlament, Ovidiu Ganț.
Bei dem ersten Treffen der beiden Politiker in Berlin standen die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der angespannten globalen Lage, die engen Beziehungen zwischen Rumänien und Deutschland und die Intensivierung des Handelsaustauschs sowie die gemeinsame europäische und internationale Politik der beiden Staaten im Mittelpunkt der Gespräche.
"Rumänien, das an der Ostflanke der NATO und an der Grenze zur Ukraine liegt, leistet täglich einen enormen Beitrag zur europäischen Sicherheit", betonte Bundeskanzler Merz auf der Pressekonferenz in Berlin und wies darauf hin, dass wir in Zeiten leben, in denen "Freiheit, Sicherheit und Wohlstand nicht mehr selbstverständlich sind".
Beide Politiker sprachen über die Bedeutung der NATO, aber auch über die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Europas. In Berlin wird ein Memorandum der Verteidigungsminister beider Länder unterzeichnet, das die Modernisierung der Verteidigungsindustrie und die militärische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rumänien zum Ziel hat.
Die Bedeutung der fortgesetzten Unterstützung der Ukraine stand ebenfalls im Mittelpunkt der Debatten in Berlin.
Auf die Frage eines deutschen Journalisten, wann Rumänien der Eurozone beitreten werde, antwortete Premierminister Bolojan, dass zunächst ein Defizit von unter 3 % erreicht werden müsse und dies bis 2030 geschehen werde.
Deutschland ist der wichtigste Wirtschaftspartner Rumäniens, mit deutschen Investitionen in Rumänien von über 18,66 Milliarden Euro bis Ende 2024. Der bilaterale Handel hat 2024 42 Milliarden Euro überschritten. Bundeskanzler Merz betonte, dass "deutsche Investoren das Geschäft in Rumänien als gut und sicher betrachten".
Premierminister Bolojan erinnerte daran, dass deutsche Unternehmen in Rumänien Tausende von Arbeitsplätzen für rumänische Arbeitnehmer bieten: "Über 10.000 Unternehmen mit deutschem Kapital sind in Rumänien tätig und beschäftigen über 200.000 rumänische Arbeitnehmer. Das bedeutet Arbeitsplätze, Technologietransfer und Stabilität. Aber über die Zahlen hinaus bedeutet es Vertrauen zwischen Rumänien und Deutschland."
Bundeskanzler Merz dankte Rumänien für die Unterstützung des EU-Mercosur-Abkommens - eines Freihandelsabkommens, das die Abschaffung von Zöllen, die Erleichterung des Handels und die Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Ländern (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) zum Ziel hat.
Im Rahmen seines offiziellen Besuchs in Deutschland traf Premierminister Ilie Bolojan auch mit anderen politischen Führern und Vertretern der Wirtschaft zusammen.
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar standen auf dem Programm von Premierminister Bolojan auch ein Treffen mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und ein Besuch der Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas im Zentrum Berlins.
Die sieben Personen, die am Dienstag bei dem Unfall im Kreis Temesch/Timiș ums Leben gekommen sind, waren Fans des Fußballvereins PAOK Thessaloniki, wie die griechische Botschaft in Rumänien mitteilte. Die griechische Mannschaft wird von Rãzvan Lucescu trainiert. Inzwischen hat die Kreispolizei Temesch/Timiș laut der Korrespondentin von RRA, Alina Bujancã, bekannt gegeben, dass sie eine Untersuchung eingeleitet hat. Ersten Informationen zufolge soll der Fahrer des Kleinbusses beim Überholen einen Tanklastzug gerammt haben und anschließend mit einem entgegenkommenden LKW kollidiert sein, als er versuchte, auf seine Spur zurückzukehren. Drei weitere Insassen des Kleinbusses wurden schwer verletzt.
Die Finanzzahlen zum Jahresende 2025 zeigen eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Das Finanzministerium hat einen Rückgang des Cash-Defizits um mehr als 1 Prozentpunkt bekannt gegeben, was bedeutet, dass die Ausgaben zwar weiterhin um mehr als 146 Milliarden Lei höher waren als die Einnahmen, die Differenz jedoch zurückgegangen ist und nun 7,65 % des Bruttoinlandsprodukts beträgt, gegenüber 8,67 % im Jahr 2024. In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung erklärte Minister Alexandru Nazare die positive Entwicklung durch massive Investitionen aus nicht rückzahlbaren Mitteln, gepaart mit Haushaltsdisziplin, und betrachtet das Ergebnis als eine Leistung, die durch die entschlossenen Verwaltungsmaßnahmen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres und die Neuverhandlung des Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplans (PNRR) erzielt wurde. Laut Radio Rumänien Aktualität RRA bezieht sich der "Cash-Defizit" streng genommen auf die Differenz zwischen bereits getätigten Ausgaben und eingenommenen Einnahmen und dies ist der Indikator, auf den sich die Analysen und Überwachungen des IWF stützen, während die Europäische Kommission einen anderen Indikator verwendet, das sogenannte "ESA-Defizit", das unter Einbeziehung der im Laufe des vergangenen Jahres eingegangenen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen berechnet wird, sodass dessen Höhe in der Regel höher ist und in der nächsten Zeit bekannt gegeben wird.
Rumänien hat im Jahr 2023 über 38 Milliarden Lei für den Umweltschutz ausgegeben, wie aus den kürzlich vom Nationalen Institut für Statistik INS veröffentlichten Daten hervorgeht. Dieser Betrag entspricht 2,4 % des Bruttoinlandsprodukts. Der größte Teil der Ausgaben entfiel auf Unternehmen und stieg in den letzten Jahren kontinuierlich von etwas mehr als 13 Milliarden Lei im Jahr 2018 auf fast 26 Milliarden im Jahr 2023. Das INS zeigt auch, dass die Investitionen von Unternehmen fast doppelt so hoch sind wie die der lokalen und zentralen öffentlichen Verwaltung.
Das Wetter in Siebenbürgen: Am Wochenende wird das Wetter stark bewölkt sein. Ein Mix aus Schnee und Regen ist in der Region zu erwarten. Die Mindestwerte liegen zwischen - 3 und - 1 Grad, die Tageswerte erreichen 2 bis 4 Grad Celsius.
Quelle: rador