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Die Botschafterin Deutschlands und der Botschafter Frankreichs feierten gemeinsam den Deutsch-Französischen Tag in Bukarest

veröffentlicht: Donnerstag, 22. Januar 2026

Die Botschafterin Deutschlands und der Botschafter Frankreichs in Rumänien, Angela Ganninger und Nicolas Warnery, feierten gemeinsam den Deutsch-Französischen Tag in Bukarest und bekräftigten die starke Freundschaft zwischen den beiden Ländern und deren zentrale Rolle in Europa und Rumänien. Zu diesem Anlass sprachen die beiden mit Schülerinnen und Schülern der deutschen und französischen Schulen in Rumänien -Internationalen Deutsche Schule Bukarest (IDSBU), Goethe-Kolleg, Internationale Deutsche Schule Hermann Oberth und das Französische Lyzeum Anna de Noailles.

Im Rahmen dieser Veranstaltung diskutierten Botschafterin Angela Ganninger und Botschafter Nicolas Warnery mit den Schülerinnen und Schülern über die wichtigsten aktuellen Herausforderungen, unter anderem über den verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Netzwerken, über die Gefahren von Falschmeldungen und Desinformation sowie über die zentrale Bedeutung von Medienkompetenz. Die Gespräche unterstrichen das gemeinsame Engagement Deutschlands und Frankreichs, Bildung und kritisches Denken junger Menschen in einem immer komplexer werdenden Informationsumfeld zu fördern.

Der Deutsch-Französische Tag, der jedes Jahr am 22. Januar begangen wird, erinnert an die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags am 22. Januar 1963 durch den deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer und den französischen Präsidenten Charles de Gaulle. Achtzehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs besiegelte der Vertrag die Aussöhnung und Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich und läutete eine neue Ära in den bilateralen Beziehungen ein. Über die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit hinaus zielt der Élysée-Vertrag darauf ab, die Aussöhnung auf gesellschaftlicher Ebene zu verankern, insbesondere durch Kultur- und Mobilitätsprojekte für junge Menschen. Die Einführung des Deutsch-Französischen Tages wurde 2003 von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Präsident Jacques Chirac anlässlich des 40. Jahrestags der Unterzeichnung des Vertrags angekündigt, um diese einzigartige Partnerschaft feierlich zu erneuern und zu festigen.

Botschafterin Angela Ganninger sagte anlässlich des Deutsch-Französischen Tages: "Vor 63 Jahren haben Deutschland und Frankreich mit dem Abschluss des Elysée-Vertrages ein neues Kapitel in ihren Beziehungen aufgeschlagen. Dieser Vertrag bildet das Fundament für die Aussöhnung unserer Länder und steht seither für eine starke, belastbare deutsch-französische Freundschaft. Die deutsch-französischen Beziehungen leben von Vertrauen und permanentem Austausch auf allen Ebenen, in Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Gemeinsam haben wir die europäische Integration vorangetrieben. Denn, ein starkes Europa bleibt das Fundament für unsere Außen- und Sicherheits- und auch unserer Wirtschaftspolitik. Die deutsch-französische Freundschaft lebt nicht zuletzt von den Ideen, Perspektiven und dem Engagement junger Menschen. Deshalb haben wir heute gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aktuelle Herausforderungen diskutiert."

Der französische Botschafter in Rumänien, Nicolas Warnery, äußerte sich zur Bedeutung dieses Tages: "Heute feiern wir den 63. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags durch zwei herausragende Staatsmänner, Charles de Gaulle und Konrad Adenauer. Dieser Vertrag stellte die deutsch-französische Aussöhnung in den Mittelpunkt des europäischen Aufbaus und leitete eine intensive Zusammenarbeit in Bereichen wie Verteidigung, Außenpolitik, Bildung und Jugendprogramme ein. In einer Zeit, in der Konflikte und Spannungen die Grundlagen des europäischen Projekts auf die Probe stellen, ist es wichtiger denn je, die Werte und den Geist der ´neuen Zukunft´, auf die sich Charles de Gaulle bei der Unterzeichnung des ÉlyséeVertrages bezog, aufrecht zu erhalten. In Rumänien wollten wir diesen Tag mit einem Dialog mit jungen Menschen, die die Zukunft Europas darstellen, über Themen, die die Gesellschaft von morgen prägen werden, begehen."

Der Deutsch-Französische Tag wurde auch durch eine Reihe von Kultur- und Bildungsveranstaltungen begleitet, die von den deutschen und französischen Kulturzentren in mehreren Städten in Rumänien organisiert wurden. In Iași organisierte Professor Sergiu Mișoiu eine Konferenz zum Thema "Die aktuellen geopolitischen Herausforderungen des Élysée-Vertrags, von der deutsch-französischen Aussöhnung bis zur europäischen Governance". In Timișoara versammelte die "Deutsch-französische Lesenacht" ein junges Publikum rund um Geschichten und Bücher. In Cluj-Napoca standen die Vorführung zweier deutsch-französischer Koproduktionen im Kino Arta sowie ein deutsch-französischer Leseworkshop für Kinder auf dem Programm.

Durch diese Initiativen bekräftigten Deutschland und Frankreich ihr gemeinsames Engagement für europäische Werte, die Einbindung junger Menschen, Kultur und Dialog. Der Deutsch-Französische Tag ist ein lebendiges Zeichen für Versöhnung, Zusammenarbeit und eine gemeinsame europäische Zukunft.


Pressemitteilung Deutsche Botschaft Bukarest