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Mögliche israelische Besetzung des Gazastreifens wäre „großer Fehler“ meint Biden

veröffentlicht: Montag, 16. Oktober 2023

Eine mögliche Besetzung des Gazastreifens durch Israel wäre nach Ansicht von US-Präsident Biden ein Fehler. Biden äußerte sich im Fernsehsender CBS, ohne dies näher zu erläutern. Zugleich machte er deutlich, dass die Strukturen der islamistischen Hamas im Gazastreifen beseitigt werden müssten. Laut US-Medienberichten erwägt Biden in den nächsten Tagen eine Nahost-Reise.

Die Organisation repräsentiere nicht das gesamte palästinensische Volk, sagte der US-Präsident. Ähnlich äußerte sich Palästinenserpräsident Abbas, der im Westjordanland regiert. Abbas forderte zudem alle Beteiligten auf, Gefangene freizulassen.

US-Außenminister Blinken beriet mit mehreren arabischen Ländern darüber, wie eine weitere Eskalation im Nahen Osten verhindert werden kann. Die arabischen Verbündeten der USA würden ihre Beziehungen nutzen, um deeskalierend einzuwirken, sagte Blinken nach Gesprächen in Jordanien, Saudi-Arabien, Katar und Ägypten. Der ägyptische Präsident al-Sisi kritisierte die Reaktion der israelischen Regierung auf den Großangriff der Hamas. Diese gehe über das Recht auf Selbsverteidigung hinaus und komme einer „kollektiven Bestrafung“ gleich.

600.000 Palästinenser haben inzwischen den nördlichen Teil des Gazastreifens verlassen und sind in den Süden geflohen. Auch das UNO-Büro für humanitäre Angelegenheiten in Genf erklärte, die Zahl der Binnenflüchtlinge sei innerhalb von 24 Stunden deutlich gestiegen. Nach den Terrorüberfällen der palästinensischen Hamas hat Israel den Gazastreifen abgeriegelt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich im Süden in Sicherheit zu bringen.

Das israelische Militär greift immer wieder Ziele im Norden an und bereitet Berichten zufolge möglicherweise eine Bodenoffensive vor.

Inzwischen evakuiert Israel 28 Ortschaften an der Grenze zum Libanon. Es gibt Sorgen, dass die Hisbollah offiziell in den Konflikt eintreten könnte.

Quelle: DF

Imola Munteanu