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Wirtschaftsmeldungen vom 5. Februar 2026

veröffentlicht: Donnerstag, 05. Februar 2026

Das Wirtschaftswachstum Rumäniens im Zeitraum 2022-2024 wäre ohne den Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan (PNRR) um 1,2 Prozentpunkte geringer ausgefallen, wie aus einer Veröffentlichung der Rumänischen Nationalbank hervorgeht. Demnach haben die europäischen Mittel, sowohl die im Rahmen des PNRR als auch die im Rahmen des mehrjährigen Finanzrahmens, dazu beigetragen, die negativen Auswirkungen der COVID-Pandemie abzumildern und die wirtschaftliche Erholung zu erleichtern. In dem Dokument wird jedoch betont, dass die Umsetzung des Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan (PNRR) durch Verzögerungen beeinträchtigt wurde, die auf eine Überschneidung mit erheblichen negativen Schocks zurückzuführen sind, darunter allgemeine Preissteigerungen aufgrund von Störungen der globalen Lieferketten und des Krieges in der Ukraine sowie Einschränkungen der administrativen Kapazitäten zur Umsetzung dieser Programme. Im Falle Rumäniens spiegelten sich diese Schwierigkeiten in einer langsamen Dynamik der Investitionen und Reformen wider, was zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Zahlungsanträge und anschließend zur Neuverhandlung des PNRR führte, heißt es in der Studie weiter. Die Autoren weisen darauf hin, dass Rumänien bis Ende November letzten Jahres etwa die Hälfte der neu verhandelten PNRR-Zuweisung in Höhe von 21 Milliarden Euro in Anspruch genommen hat.

Der Wettbewerbsrat wird in der ersten Jahreshälfte mehrere Untersuchungen abschließen. Die wichtigste davon ist laut Bogdan Chirițoiu, dem Präsidenten des Rates, die Untersuchung einer möglichen Absprache zwischen Banken zur Festlegung des ROBOR-Zinssatzes. Der Bericht zu diesem Fall wurde vom Untersuchungsteam fertiggestellt und befindet sich derzeit in der internen Prüfung sowie bei der Europäischen Kommission. Nach Abschluss all dieser Schritte, so Bogdan Chirițoiu weiter, werde das Dokument an die Banken geschickt, die dann die Möglichkeit hätten, ihren Standpunkt darzulegen, und schließlich würden die Mitglieder des Rates im Plenum eine Entscheidung treffen. Die Untersuchung haben begonnen, ausgehend von ungewöhnlich hohen ROBOR-Werten und dem Verdacht, dass es bei der Festlegung des ROBOR irgendwo zu einer Absprache oder einem Informationsaustausch zwischen den teilnehmenden Banken gekommen sein könnte, sagte Bogdan Chirițoiu. Es handelt sich möglicherweise um den wichtigsten Fall des Jahres, erklärte der Präsident des Wettbewerbsrats, da die Geldbußen proportional zum Umsatz sind und die Banken im ROBOR-System sehr große Unternehmen sind. Wenn sie für schuldig befunden werden, werden die Geldbußen daher erheblich sein.

Das gesamte Handelsdefizit Rumäniens belief sich in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 auf fast 30 Milliarden Euro, davon stammen fast 4 Milliarden aus der Lebensmittelindustrie und dem Handel mit lebenden Tieren. Diese Daten wurden im Rahmen einer Studie einer großen Handelskette und der Akademie für Wirtschaftswissenschaften bekannt gemacht. Die Studie analysiert die strukturellen Schwachstellen des Handels mit Lebensmitteln und die Entwicklungsmöglichkeiten der lokalen Produktion. Den analysierten Daten zufolge wird das Ungleichgewicht durch ein strukturelles Problem verstärkt: Rumänien exportiert billige Rohstoffe und importiert verarbeitete Produkte mit hoher Mehrwert. Die größten Ungleichgewichte konzentrieren sich auf fünf strategische Sektoren: Fleisch, Milchprodukte, Süßigkeiten und Snacks, Obst- und Gemüsekonserven. Analysten zufolge benötigt Rumänien laut der zitierten Studie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Investitionen in die Verarbeitung, Zugang zu Finanzmitteln, legislative Vorhersehbarkeit und eine Neuqualifizierung der Arbeitskräfte.

Die Gasrechnungen für Januar werden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 30 % steigen, wie eine Analyse des Verbandes "Intelligente Energie" (Energia Inteligentã) zeigt. Demnach ist der Anstieg sowohl auf den höheren Verbrauch als auch auf den Preisanstieg für importiertes Gas in diesem Zeitraum zurückzuführen. Selbst unter Berücksichtigung der für diesen Winter erhöhten Erdgasvorräte wurde der zusätzliche Verbrauch vor allem durch Importe gedeckt, deren Preise um bis zu 40 % höher lagen. Nach den Berechnungen in der genannten Analyse kann die Erhöhung der Gasrechnung in isolierten Wohnungen zwischen 100 und 200 Lei liegen, während sie in nicht isolierten Wohnungen zwischen 200 und 400 Lei betragen könnte.

Der internationale Flughafen Hermannstadt/Sibiu kündigt die erste Ausgabe der Tourismusmesse "Sibiu Travel Festival" - Ausgabe 2026 an, die vom 13. bis 14. Februar 2026 im Passagierterminal des internationalen Flughafens Sibiu im öffentlichen Bereich der Ankunftshalle stattfinden wird, meldet Mesagerul de Sibiu. Die Veranstaltung hat zum Ziel, Urlaubspakete mit Abflug aus Hermannstadt zu bewerben und wird in Zusammenarbeit mit Reisebüros aus Hermannstadt organisiert, unter Beteiligung von Partnern aus der lokalen Tourismusbranche, wie Anii Drumeției, Muzeul Astra, Povestea Calendarului, und mit Unterstützung von Decathlon. Das "Sibiu Travel Festival" möchte dem Publikum in Hermannstadt und der Region attraktive touristische Angebote für Urlaubspakete zu Reisezielen näherbringen, die im Sommer 2026 mit Abflug vom internationalen Flughafen Hermannstadt verfügbar sind und von den lokalen Reisebüros auf der Tourismusmesse angeboten werden. Durch das "Sibiu Travel Festival" erhalten die Einwohner aus Hermannstadt und Umgebung direkten Zugang zu Angeboten und bietet Interessierten die Möglichkeit, diese Sonderangebote direkt in Hermannstadt in Anspruch zu nehmen. Die Veranstaltung ist für die breite Öffentlichkeit zugänglich und richtet sich an alle, die sich für die Planung ihres diesjährigen Urlaubs interessieren. Der Eintritt ist frei.

Quelle: rador, Radio România Târgu Mureș

Gabi Mezei