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EU-Gipfeltreffen in Kiew zu 3 Jahre Ukraine-Krieg-Beratungen

veröffentlicht: Montag, 24. Februar 2025, 21.00 Uhr
EU-Gipfeltreffen in Kiew zu 3 Jahre Ukraine-Krieg-Beratungen Fotoshot vom ZDF-Video
EU-Gipfeltreffen in Kiew zu 3 Jahre Ukraine-Krieg-Beratungen Fotoshot vom ZDF-Video

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa sind zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Sie wollen am 3. Jahrestag der russischen Invasion ihre Solidarität bekunden. Von der Leyen teilte mit, sie sei heute in Kiew, weil die Ukraine Europa sei.

Heute vor drei Jahren, am 24. Februar 2022, hatte der russische Staatschef Wladimir Putin den Befehl zum Angriff auf die Ukraine gegeben. Derzeit werden etwa 20% des ukrainischen Gebiets von Russland kontrolliert. Moskau und Kiew geben ihre eigenen militärischen Verluste in der Regel nicht bekannt. In einer seltenen öffentlichen Schätzung sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kürzlich dem US-Sender NBC, dass mehr als 46.000 ukrainische Soldaten getötet und etwa 380.000 weitere verletzt worden seien. Zahlen westlicher Geheimdienste gehen eher von doppelt so hohen Zahlen aus. Die Zahl der getöteten Zivilisten ist offiziell nicht bekannt.

Zu diesm Anlass also, - 3 Jahre Ukraine-Krieg - hat Präsident Selenskyj zu einem Gipfel zur Unterstützung seines Landes eingeladen. Von der Leyen und Costa sind von rund 20 EU-Kommissaren begleitet. Insgesamt waren 13 westliche Staats- und Regierungschefs in Kiew anwesend. Weitere 24 sind per Video zugeschaltet worden. Parallel sprachen die EU-Außenminister in Brüssel über weitere Sanktionen gegen Russland.

In diesem Überlebenskampf stehe nicht nur das Schicksal der Ukraine auf dem Spiel. „Es ist Europas Schicksal“, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Auf der Zugfahrt hatte sie angekündigt, zeitnah einen Plan vorzustellen, wie die Rüstungsproduktion in Europa und die Verteidigungsfähigkeiten der EU ausgebaut werden können. Zudem wird es ihren Angaben zufolge weitere Maßnahmen geben, um die Energiesicherheit der Ukraine und der Europäischen Union zu erhöhen. Demnach soll der Strommarkt der Ukraine und der Republik Moldau bis Ende nächsten Jahres vollständig in den Strommarkt der EU integriert werden.

Quelle: DF

Imola Munteanu