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Migration auf der Bühne

Anlässlich der zehnten Auflage des Projektes „Interkultureller Dialog aus der Sicht des zeitgenössischen Theaters” werden zwei Stücke von zwei aus Siebenbürgen stammende Autorinnen gezeigt. Elise Wilk und Réka Kincses, deutscher und ungarischer Abstammung, haben Theaterstücke gechrieben, wie sie die Migration wahrnehmen – aus der Sicht desjenigen, der sich entschlossen hat, in Rumänien zu bleiben, bzw. aus der Sicht desjenigen, der sich entschlossen hat, zu gehen.

Das Stück Verschwinden von Elise Wilk erzählt die Geschichte einer siebenbürgisch-sächsischen Familie von 1945 bis heute. Die Geschichte gliedert sich in drei Teile, die für die rumänische Geschichte von entscheidender Bedeutung sind: 1944-1945 (Deportation deutscher Volksgruppen in sowjetische Arbeitslager), 1989-1990 (Revolution, gefolgt vom Massenexodus der Deutschen Minderheit) und 2007 (dem Jahr des Beitritts Rumäniens zur Europäischen Union).

Die Premiere des Stückes Verschwinden in der Regie des bekannten Schauspielers und Regisseurs Sebestyen Aba fand am 18. September 2019 im Yorick Studio auf der Neumarkter Burg statt. Mit der Dramatikerin Elise Wilk sprach Gabriella Mezei.

Gabriella Mezei

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